Ein Projekt zu den Folgen des Steinkohleabbaus in Kolumbien.

DAS PROJEKT

El Hatillo im Norden Kolumbiens wird verschwinden: Das Dorf ist umgeben von Minen, in denen internationale Konzerne in großem Stil Steinkohle abbauen. Aufgrund der gravierenden Luftverschmutzung, die der Kohleabbau mit sich bringt, hat das kolumbianische Umweltministerium 2010 angeordnet, dass die rund 200 Familien El Hatillos umgesiedelt werden müssen. Seit nun fast zehn Jahren befindet sich die Gemeinde in diesem Umsiedlungsprozess.

Rund um El Hatillo bauen das US-amerikanische Unternehmen Drummond, “Colombian Natural Resources” (CNR), eine Tochter der US-Unternehmens “Murray Energy” sowie Prodeco, eine Tochter des Schweizer Konzerns Glencore, Kohle ab. Seit den 1990er Jahren gibt es im Departament “Cesar”, in dem auch El Hatillo liegt, Kohlebergbau. Mehr als 50 Prozent der insgesamt in Kolumbien geförderten Kohle stammen von dort.

Doch dieser Reichtum an Bodenschätzen spiegelt sich nicht in den Lebensbedingungen der Bewohner*innen wider. Im Gegenteil: Viele Menschen leben in Armut. Die Fachliteratur spricht vom „Fluch der Bodenschätze“ („la maldición de los recursos naturales“). Der Abbau von Rohstoffen ist ähnlich wie im Fall von El Hatillo in vielen Ländern des globalen Südens ein großes Geschäft für multinationale Unternehmen. Ein Großteil der in Kolumbien abgebauten Kohle wird nach Europa exportiert, um Energie zu gewinnen. Auch in Deutschland wird kolumbianische Kohle genutzt, um Strom zu produzieren. Kohlekraftwerke stoßen in großem Umfang die umweltschädlichen Gase Kohlendioxid (CO2), Stickstoffoxide (NOx) und Schwefeloxide (SOx) aus, die wesentlich zum Klimawandel beitragen.

“Memorias de Tierra” erzählt die Geschichte von El Hatillo und ermöglicht den Bewohner*innen virtuell zurückzukehren.

Das zentrale Element des Projekts ist eine Multimediaplattform. Dort kann man erfahren, wie die Menschen aus El Hatillo ihr Dorf in Erinnerung behalten, wie der Bergbau ihr Leben verändert hat und was sie sich für ihre Zukunft wünschen. Mit “Virtual Reality” (VR), also 360-Grad-Technik, kann man einen Rundgang durch das Dorf machen. In Videos und Infografiken gibt es außerdem Porträts der Menschen aus El Hatillo, Hintergrundwissen zum Steinkohleabbau in der Region, zu den Gesundheits- und Umweltproblemen sowie Menschenrechtsverletzungen, die der Bergbau mit sich bringt.

Impressionen aus El Hatillo

Eine weitere Komponente des Projekts ist eine Fotoausstellung, die das virtuelle Erlebnis ergänzt. Sie wurde bereits an verschiedenen Orten in Deutschland und in der Schweiz gezeigt. In den nächsten Monaten sind weitere Ausstellungen in Kolumbien, Deutschland und in der Schweiz geplant. Wir halten Sie über Termine und Orte hier auf dem Laufenden.

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SPENDEN

Unser Projekt ist in der Entwicklung. Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung, da wir die volle Summe zur Umsetzung von “Memorias de Tierra” noch nicht erreicht haben.

Für Spenden aus Deutschland:

Institute of Environmental Justice (ioejev)
GLS Bank
IBAN: DE36 4306 0967 4119 7444 00
BIC: GENODEM1GLS
Verwendungszweck: Memorias de Tierra


Für Spenden aus Kolumbien:

Fundación Proyecto Chasquis
Entidad Bancario: Banco AV Villas
Cuenta corriente No: 009375676

Gerne können Sie sich mit uns in Kontakt setzen. Unter folgenden Kontaktdaten sind wir zu erreichen:

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Adresse

Calle 59a No. 8 - 83 Of 201

Bogotá / Colombia

Phone

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+57 314 212 72 10

Email

info@fundachasquis.org

julia@fundachasquis.org



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